Die 3 beliebtesten Sommerfrüchte und wie gesund sie sind

Das Frühstück auf dem Balkon mit frischen Erdbeeren im Müsli oder die Melone mit Schinken als leichte Abendmahlzeit: Der Sommer bietet uns eine Vielzahl von frischen Früchten, die inzwischen zwar auch im Winter erhältlich sind, jedoch im Sommer viel besser schmecken. Außerdem kommen sie meist aus heimischen Gefilden und haben daher eine kürzere Reise hinter sich.

Ob wir im Sommer lieber Obst essen als im Winter, ist nicht klar. Fest steht jedoch, dass die Auswahl an frischem Obst im Sommer besonders üppig ist.

Was aber sind die 3 liebsten Sommerobstsorten der Deutschen? Und wie gesund sind sie, wie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren?

#1 Der beliebtesten Sommerobstsorten: Der Pfirsich

Laut Statista, dem Anbieter von Markt- und Konsumentendaten, aß in den Jahren 2017/2018 jeder Deutsche 3,9 kg Pfirsiche pro Kopf https://de.statista.com/statistik/daten/studie/247425/umfrage/die-beliebtesten-obstsorten-der-deutschen/ ). Bedenkt man, dass frische Pfirsiche gar nicht solange erhältlich sind, zeugen diese Zahlen schon für eine deutliche Vorliebe.

Pfirsiche sind haben auf 100g 9,5mg Vitamin C (http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/de/F203100/ Pfirsich-roh.php). Das Vitamin C ist vielleicht das bekannteste Vitamin, welches der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufgenommen werden muss.

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Besonders bekannt ist Vitamin C für die optimale Funktion des Immunsystems, doch auch für die Aufnahme und Verwertung von Eisen ist es nützlich. Außerdem fängt es giftige Stoffe im Körper (freie Radikale) ab und wird benötigt, um das Bindegewebe (Kollagen) aufzubauen.

Der Pfirsich verfügt über 192mg Kalium auf 100g, was zu den wichtigsten Elektrolyten im Körper zählt. Dieser Mineralstoff befindet sich zu 98% innerhalb der Zelle und dient der Signalweiterleitung zwischen Nervenzellen und Muskelzellen, weshalb es für das Herz sehr wichtig ist. Zudem ist es an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt.

20mg Phosphor hat der Pfirsich zu bieten; einen Mineralstoff, der ein wichtiger Baustein für unsere Knochen und Zähne und gleichzeitig eine gute Energiequelle ist. Ferner ist Phosphor am Säure-Basen-Haushalt beteiligt und hilft beim Aufbau unserer Zellwände.

Als Aminosäure finden sich 139mg Glutaminsäure im Pfirsich. Im Zentralnervensystem ist Glutamat der wichtigste erregende Neurotransmitter und gibt die Informationen von einer Zelle zur nächsten weiter. Eine ausreichende Versorgung wirkt Konzentrationsschwäche und Müdigkeit entgegen.

Somit liefert uns der Pfirsich wertvolle Nährstoffe.


#2 der beliebtesten Sommerfrüchte: Die Erdbeere

Mit 3,5 kg Verzehr pro Kopf in den Jahren 2017/2018 liegt die Erdbeere laut Statista nur knapp hinter dem Pfirsich.

Sie ist hingegen deutlich reicher an Vitamin C und hat 57mg auf 100g (http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/de/F301100/Erdbeere-roh.php). Damit also eine bessere Stütze für unser Immunsystem als der Pfirsich.

Allerdings enthält sie etwas weniger Kalium (164mg), dafür jedoch mehr Phosphor (25mg).

Ein weiteres wichtiges Mineral der Erdbeere ist Calcium, von dem sie 19mg auf 100g enthält. 

Calcium ist bekannt für seine Eigenschaft Knochen und Zähne stabil zu halten. So sind auch fast 100% des Calciums im Körper in Knochen und Zähnen enthalten.

Doch Calcium stabilisiert auch die Zellwände und ist ein wichtiger Faktor bei der Blutgerinnung. Ebenso wie Kalium ist auch Calcium an der Weiterleitung der Reize im Nervensystem und in der Muskulatur beteiligt.

Im Bereich der Aminosäuren hat die Erdbeere einen vergleichsweise hohen Anteil an Asparaginsäure (191mg). Sie ist Bestandteil der Energieerzeugung im Körper und ebenfalls ein Neurotransmitter.

Mit 126mg Glutaminsäure liegt die Erdbeere etwas unterhalb des Pfirsichs. 

Dafür enthält sie 44mg Leucin, das eine essentielle Aminosäure ist, die vom menschlichen Körper nicht hergestellt werden kann und daher mit der Nahrung aufgenommen werden muss.

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Leucin ist am Aufbau neuer Gewebe beteiligt und fördert damit Heilungsprozesse. Bei hoher sportlicher Anstrengung ist es zudem für die Energiebereitstellung da. Außerdem senkt Leucin das Stresshormon Cortisol. Damit sind Erdbeeren eine Anti-Stress-Frucht.


#3 der beliebtesten Sommerfrüchte: Die Heidelbeere

Mit 3,1 Kilo pro Kopf Verzehr 2017/2018 liegt die Heidelbeere auf Platz 3 der beliebtesten Sommerfrüchte und gleichzeitig im Mittelfeld unserer 3 Lieblinge mit 22mg Vitamin C auf 100g (http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/de/F304100/Heidelbeere-roh.php).

Damit hat auch die Heidelbeere einige Vorzüge für unsere Gesundheit.

Hinsichtlich unserer betrachteten Mineralstoffe verfügt sie über 78mg Kalium und 13mg Phosphor.

Sie weist ebenfalls eine höhere Konzentration an Aminosäuren auf. 110mg Glutaminsäure zur Aufrechterhaltung der Lernfähigkeit, 70mg des Neurotransmitters Asparaginsäure und 53mg Leucin, damit höher als die Erdbeere und ebenfalls eine Anti-Stress-Frucht.

Zusätzlich hat sie einen Gehalt von 46mg Arginin auf 100g. Arginin hat eine gefäßerweiternde Wirkung und verbessert damit die Nährstoffzufuhr in die Muskelzellen, was wiederum eine leistungssteigernde Wirkung zur Folge hat. Auch erhöht Arginin die Aktivität der Abwehrzellen und unterstützt damit unser Immunsystem.


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Natürlich haben Pfirsich, Erdbeere und Heidelbeere auch weitere Nährstoffe an Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren etc. Die von mir erwähnten zeigen jedoch die jeweils höchste Konzentration.

Früchte gerne zu essen, weil sie schmecken, ist sicherlich eine einleuchtende Begründung. 

Ihren Nährstoffgehalt und damit ihren Nutzen für unsere Gesundheit einmal näher zu betrachten, macht sie aber doppelt so lecker.

Was ist Euer liebstes Sommerobst? Ist eines der erwähnten 3 Lieblinge dabei?

Schreibt mir Eure Favoriten in die Kommentare!