3 Gründe, warum es nicht ohne Training und Übung geht

Haben wir die Absicht, mehr zu erreichen oder liegt ein Ziel vor unseren Augen, das uns weiterbringt, suchen wir nicht selten nach dem Geheimrezept. Am schönsten wäre es, ohne viel Aufwand oder Geld schnell und praktisch von selbst dahin zu gelangen, wo wir schon immer hin wollten.

Besonders schwer fällt uns oft, etwas, das wir im Kern schon beherrschen, auf die nächst höhere Stufe zu heben. Diese Stufe ist genau der Unterschied zwischen Durchschnitt und Spitze. Doch häufig ist es viel schwieriger etwas, das wir grundsätzlich schon können, zu verfeinern, als etwas neu zu erlernen.

Der Grund hierfür liegt in uns selbst. Wir scheuen uns, Mühe auf uns zu nehmen, die für jegliche Exzellenz erforderlich ist.

Niemand wird je von einem Spitzensportler gehört haben, der das Training verweigert. Wer kennt einen weltweit erfolgreichen Musiker, der nicht täglich stundenlang übt?

Warum sollte das bei jeder sonstigen Fähigkeit anders sein? Die Absicht, Gelerntes perfektionieren zu wollen, kommt per se nicht jedem Menschen in den Sinn. Zudem liegt zwischen dem Gedanken und der Umsetzung ein weiter Weg.

Was aber sind die 3 entscheidenden Gründe, warum es nicht ohne Training und Übung geht?

#1 Selbst erfahrene Könner brauchen Training

Sie wissen es, und können gerade weil sie es wissen und über Erfahrung verfügen, besonders davon profitieren.

Dies ist vielleicht einer der Gründe, warum Coaching so beliebt ist. Der Blick von außen ermöglicht selbst dem Meister, neue Einsichten zu gewinnen. Außerdem ist es ein Trugschluss, dass regelmäßige Übung, um sich selbst zu verbessern, keinen Nutzen hätte. Ebenso wie die wiederkehrende Selbstanalyse und Training sowie Spiegelung durch Außenstehende jeden nach vorne bringt, ist auch stete Übung die Voraussetzung für Weiterentwicklung. Vernachlässigen wir sie, so vernachlässigen wir uns selbst - nicht nur im beruflichen Bereich.

Denn während andere hinzulernen und die aktuellen Entwicklungen einbeziehen, bleiben wir in Wahrheit stehen, wenn wir annehmen, das einmal Gelernte könne uns nicht genommen werden.

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#2 Gutes Training bleibt und bläst Dich nicht nur künstlich auf

Wenn etwas Substanz hat, dann bleibt es auch erhalten. Somit ist ein Training, das Euphorie für den Moment erzeugt, die dann schnell wieder abebbt, schlichtweg kein gutes Training. 

Demgegenüber versetzt wertvolles Training den Teilnehmer in die Lage, das Gelernte (Werkzeuge, Techniken, Einsichten) eigenständig anzuwenden und umzusetzen. Damit unterscheidet sich Training von reiner Motivation. Denn selbst die stärkste Motivation ist bloß von kurzer Dauer, wenn keine soliden Fähigkeiten dahinter stehen.

Gleichzeitig sollte ein sinnvolles Training die Motivation nicht außer Acht lassen.

Die Vermittlung der Einsicht, dass das eine nicht ohne das andere zum Erfolg führen kann, ist grundlegend. Zudem setzt es bereits eine überdurchschnittliche Motivations voraus, wenn wir überhaupt ein Training aufnehmen oder uns zu konstantem Üben entschließen.

#3 Du siehst direkte Ergebnisse des guten Trainings

Ein geeignetes Training orientiert sich an genauen und messbaren Leistungszielen.

Diese müssen vorher definiert werden, damit unser Training dafür entworfen werden kann. Nur so lassen sich Ergebnisse nachweisen. Vorher-Nachher-Analysen dienen der Messbarkeit. Auf diese Weise beantworten wir uns die Frage, ob das Training sinnvoll war. Zahlen liefern schließlich Fakten.

Damit ist die Ergebnisanalyse zugleich Teil der Vorbereitung. Um das passgenaue Training in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Selbststudium zu finden, müssen wir vorher für uns festlegen, was wir erreichen wollen und wo wir Defizite in unseren Fähigkeiten ausmachen können.

Je genauer die Zielsetzung - am besten in Form von Zahlen - desto besser.

Indem wir uns fragen, welchen konkreten Nutzen wir anstreben, haben wir nach Abschluss handfeste Daten, die uns verraten werden, ob das Training erfolgreich war.

Sollte nicht der gewünschte Erfolg eintreten, liegt dies entweder an unserer mangelnden Disziplin der Umsetzung oder wir haben tatsächlich das falsche Training ausgewählt.

Auch hier gilt: Unbedacht an die Sache heranzugehen kann Zeit und Geld kosten und damit Ressourcen verschwenden, die bei geschickter Planung voll ausgeschöpft werden.

Die Annahme, das Lernen neuer Dinge sei überflüssig, missachtet die Schnelllebigkeit unserer heutigen Welt. Alles ist ständig in Bewegung. Wir entscheiden, wie wir mitgehen.

Habt Ihr aktuell einen Bereich, in den Ihr tief eintaucht? Gehört Training und Übung für Euch dazu oder zögert Ihr es hinaus, bis es nicht mehr ohne geht?

Teilt mir Eure Erfahrungen in den Kommentaren mit!