Wie Du Anpassungsfähigkeit und Flexibilität für Dich am besten nutzt

Der Grad zwischen bedingungsloser Anpassungsfähigkeit und solcher, die durchaus nützlich ist, ist schmal.

Im Bereich der Arbeitswelt und in Alltagssituationen, die mit der Erfüllung von Pflichten und Routinetätigkeiten verbunden sind, nützt uns Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Durch sie sparen wir Zeit und optimieren im Umdenken unsere Prozesse.

Natürlich wird Flexibilität gefordert. Denn es gibt kaum eine Stellenbeschreibung, die diese Fähigkeit nicht verlangt. Doch der Mensch ist nicht beliebig biegsam. So gilt es, Balance zu halten zwischen einer geforderten Fähigkeit zur Anpassung, welche zermürben kann, und jener, die uns wirklich dienlich ist. Wie also nutzen wir Anpassungsfähigkeit für uns am besten?

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Nur Einsicht in die Vorteile erleichtert die Anpassung

Dass Leben Wandel bedeutet, ist soweit nichts Neues. Dies gilt für den Alltag ebenso wie für das Berufsleben. Sich dem Wandel zu widersetzen, ist fast immer vergebliche Mühe. Zwar sollten wir nicht alles unkritisch annehmen, ohne es zu hinterfragen; den Wandel aufhalten werden wir jedoch nicht.

Fragen wir uns daher lieber „Wie schaffe ich es, auf die veränderten Umstände so zu reagieren, dass ich künftig damit gut zurechtkomme?“ 

Zuvor benötigen wir allerdings die Einsicht, dass die entsprechende Anpassung an die Veränderung uns einen Vorteil bringen wird. Ist es gar eine Pflicht oder Notwendigkeit auf die Veränderung entsprechend zu reagieren, wird unsere Einstellung und Flexibilität umso wichtiger.


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Umsetzung von Veränderungen und Anpassungsfähigkeit

Wie definieren wir überhaupt Anpassungsfähigkeit? Eine Begriffsklärung verdeutlicht, innerhalb welcher Grenzen wir uns selbst einen Dienst erweisen.

Indem ich in der Lage bin, nach Abwägung der neuen Situation eine Veränderung an meinem Verhalten, meinen Arbeitsprozessen und meinen Routinen vorzunehmen, erweise ich mich als anpassungsfähig.

Die Modifikationen nehme ich dabei selber vor, um meinen Alltag zu erleichtern. Denn neben beruflichen Vorgaben oder Abänderungen, die keinerlei eigene Überlegungen zulassen, gibt es einen großen Bereich, der unseren eigenen Entscheidungen überlassen bleibt.

So wäre es dumm, wenn wir nicht überlegten, womit wir uns Vorgänge erleichtern und wie gewohnte Prozesse straffen könnten. Selbst bei von außen geforderten Veränderungen bleibt uns fast immer ein Umsetzungsspielraum. Diesen sollten wir nutzen und dabei Rücksicht auf unsere Bedürfnisse nehmen. Es findet sich meist eine Möglichkeit, sich flexibel zu zeigen und dabei trotzdem zufrieden zu bleiben.

Anpassungsfähigkeit ist also zunächst eine Einstellungsfrage. Im Grad unserer Geschicklichkeit drückt sie sich aus. Wichtig ist jedoch, für uns zu klären, worin der Sinn der Anpassung liegt. Ist dies offensichtlich, dann erscheint die Flexibilität meist nicht mehr als schweres Opfer.

Letztlich gibt es zwei Gründe für die Notwendigkeit einer Veränderung: Die unabänderliche Tatsache, etwa situationsbedingt oder durch berufliche Vorgaben. Oder aber die für uns sofort erkennbare Möglichkeit der Optimierung. Im zweiten Fall werden wir weniger damit hadern, uns anpassen zu müssen. Doch auch bei einer Vorgabe entscheiden wir selbst, wie schwer wir es uns machen.

Fällt Euch Anpassung leicht oder geht Euch die Forderung nach Flexibilität auf die Nerven? Teilt mir in den Kommentaren Eure Erfahrungen mit!