Wie wichtig Stille für empfindsame Seelen ist

Zu Beginn dieses Artikels eine Bemerkung in eigener Sache: Bisher habe ich noch keinerlei Kommentare erhalten, so dass ich gar nicht weiß, wer meine Beiträge liest bzw. wie Eure Meinung zu den einzelnen Themen ist. Zwar war ich zurückhaltend darin, Fragen am Ende meiner Blog-Einträge zu stellen. Dies heißt aber nicht, dass ich mich nicht über die ein oder andere Rückmeldung freuen würde. Auch Anregungen zu Themen, die Euch besonders interessieren, sind mir wichtig, damit dieser Blog sich zu einem Dialog entwickeln kann.

Stille - heutzutage ist sie schwer zu finden. Überall strömen nicht nur Geräusche, sondern Sinneseindrücke aller Art auf uns ein. Bilder, Musik, Gerüche, Gespräche, die keine sind - alles Einflüsse, welche das Gegenteil von Stille bedeuten.

Nun ist es kein Geheimnis, dass unsere heutige Gesellschaft geradezu darauf ausgerichtet ist, Stille und die damit verbundene Möglichkeit der Selbstbesinnung und -reflexion förmlich zu bekämpfen. Nie war es so schwierig, sich wirklich zu entziehen und einen Ort zu finden, der nichts zu bieten hat, das der Ablenkung vom Selbst dient.

Doch was passiert, wenn man wirklich mit sich allein ist, zurückgeworfen auf das, was man selbst dem Leben entnimmt und was eben nicht? Nun beginnt das Nachdenken, zumindest sollte es beginnen. Aber gerade das scheuen viele Menschen. Sie versuchen ihm durch Ablenkung zu entkommen, die überall so reichlich vorhanden ist. Der Verlust, den sie dabei erfahren, geht weit über die notwendige Regeneration der Sinne hinaus. Sie versäumen die Gelegenheit, sich selbst kennenzulernen; in einem Zustand, der sie von allen Zusätzen der Konsumwelt und Umwelt entblößt. 

"Erkenne Dich selbst!" gebot das Orakel von Delphi. Eine Aufforderung, die ebenso notwendig wie schwierig ist und damit eine der größten Lebensaufgaben darstellen dürfte.

Für empfindsame Menschen ist der Rückzug in die Stille wichtig für ihr seelisches Gleichgewicht. Das Verarbeiten all der unausweichlichen Eindrücke des Alltags verlangt einen Entzug von dem, was zusätzlich auflädt, ohne dass man weiß, wohin man es stecken soll. Damit wird es unverdaulich; die Seele kommt nicht nach. Um sich allem in vollem Umfang widmen zu können, festzulegen, was bereichert und was entfremdet, ist eine Auseinandersetzung erforderlich.

Stille als Glück und nicht als Bedrohung zu begreifen, ist nicht jedem gegeben. Doch wer ihren Reichtum einmal für sich entdeckt hat, möchte sie nicht mehr missen.

 

How important is stillness for sensitive souls?

Before starting today's blog post, one personal thing: So far, I haven't received any comments. Thus, I don't know what your opinion on the topics is and who the readers of my posts are. I would really appreciate to read from you in order to make this blog a dialogue. Maybe you have some ideas which topics might be really interesting to think and to write about. 

Stillness - today it is hard to find. Everywhere we are flooded with noises and sensations of all kind. Pictures, music, smells, talks which aren't really talks - all these are impacts that are the exact opposite of stillness.

It is not really a secret that today's society is virtually focussing on combatting stillness and its opportunity of stocktaking of oneself which leads to self-reflection. It has never been so hard to elude and to find a place where there is nothing distracting yourself from yourself.

But what happens, if we are completely alone with ourselves, thrown back to the very things that we take from life and the things we do not take? Now the reflection will start - at least it should. But this is what many people shy away from. They try to escape with the help of all the distraction which is ubiquitous. The loss they have to face is more than the loss of the regeneration of their senses. They miss the chance to get to know themselves, in a state which exposes themselves without everything added by the environment.

"Know yourself!" advised the Delphi Oracle. A call which is necessary as well as difficult, therefore it might be one of life's biggest tasks.

For sensitive people the retreat into stillness is important for their mental balance. Digesting all the inevitable impressions of everyday life requires the withdrawal of what is adding constantly without us knowing where to put it. By this it becomes indigestible - the soul cannot follow. In order to determine for yourself what will benefit and what will harm, you have to analyze.

To understand stillness as a state of happiness and not as a threat is not for everyone. However, who has once experienced its richness doesn't want to be without.

 

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