Disziplin lernen, ein wertvolles Ziel!

Beharrlichkeit beharrlich zu verfolgen, ist ein Widerspruch in sich. Ist es deshalb so schwer, Disziplin oder Durchhaltevermögen zu lernen?

Entweder wir haben Disziplin oder wir haben sie nicht. Gibt es wirklich keine Lösung?

Es gibt sie. Aber es ist ein schwieriger Weg, der nur mit hoher Aufmerksamkeit und in kleinen Schritten vollzogen werden kann.

Mangelndes Durchhaltevermögen wird im Kleinen sichtbar

Es müssen nicht immer die großen Themen sein, wie etwa der Abschluss einer Ausbildung oder die felsenfeste Verfolgung einer Ernährungsumstellung.

Fehlendes Durchhaltevermögen zeigt sich bereits in Kleinigkeiten. Der neue Kollege, der die erste Woche jeden Tag euphorisch ins Büro kam, um ‚Guten Morgen‘ zu sagen und ab der zweiten Woche vielleicht nur noch zufällig nach der Mittagspause gesehen wurde.

Freunde, die herzliche Karten zu Weihnachten schicken und dann nach dem dritten Mal zu Kurzmitteilungen übergehen. Oder nehmen wir Listen und Dokumentationen, die wir anfertigen, um uns die Arbeit zu erleichtern und besser organisiert zu sein. Oft geben wir sie nach kurzer Zeit wieder auf, weil etwas anderes dazwischengekommen ist, das wichtiger erscheint.

Isoliert betrachtet, handelt es sich nur um Kleinigkeiten. Und doch wird unser mangelndes Durchhaltevermögen zuerst im Kleinen sichtbar. Was hier unwichtig erscheint, wird zum Problem, sobald es um etwas Wichtiges geht.

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Disziplin erfordert die innere Verpflichtung zum Erfolg

Letztlich kann es nur einen Grund geben, der überzeugend genug ist, Disziplin dauerhaft einzufordern: Unsere innere Verpflichtung zum Erfolg. Wir müssen vorab durchdacht haben, welchen Nutzen wir aus der Veränderung ziehen, deren eigentlicher Haken unser mangelndes Durchhaltevermögen ist.

Ein Bekenntnis zur Veränderung erfordert eine erhebliche Unzufriedenheit mit dem Status quo sowie die Erkenntnis, welche Verbesserung durch entsprechende Maßnahmen möglich wäre. Meist  bekommen wir die Anleitung durch andere, die diesen Weg bereits gegangen sind.

Kurzum, es muss uns ernst sein, um die nötige Disziplin aufbringen zu können. Wohl kaum etwas hat eine stärkere Kraft unsere Verhaltensmuster aufzubrechen, wie der unbedingte Wille zum Erfolg und der Wunsch nach der daraus erwirkten Verbesserung.


Die Dosierung ist entscheidend

Haben wir uns entschlossen, so ist wichtig, diese Entscheidung vor uns selbst nicht mehr infrage zu stellen. Jetzt gibt es keine Modifikationen mehr, denn unser Entschluss ist gefallen.

Versuche unserer Bequemlichkeit faule Kompromisse zu erschleichen, werden unser gesamtes Vorhaben sabotieren – diese Erkenntnis ist wesentlich für unseren Erfolg.

Was zunächst hart klingt, kann durch kleine Schritte abgemildert werden; ein Kompromiss, der keiner ist.

Machen wir uns zudem jedes Mal bewusst, worum es geht und warum wir uns in einem bestimmten Moment anders verhalten müssen, so verfestigt sich die Umsetzung und wird erfolgreich.

Es obliegt unserer Entscheidung, in welchen Dingen wir beharrlich sein wollen. Doch führen wir uns vor Augen, dass jede Veränderung auch ein Einüben von Disziplin ist, die uns zugute kommen wird!

Schließlich ist es nie Disziplin um ihrer selbst willen, sondern immer das übergeordnete Ziel, zu dessen Weg Disziplin das entscheidende Werkzeug ist.

Was fällt Euch leicht und womit habt Ihr in der Umsetzung zu kämpfen? Würdet Ihr Euch als diszipliniert bezeichnen? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare!